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niedermolekulares Heparin

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Das niedermolekulare Heparin (NMH) ist ein sogenanntes unfraktioniertes Heparin mit einem deutlich geringeren Molekulargewicht. Diese Substanz gehört zu den gerinnungsaktiven Medikamenten, auch Antikoagulantien genannt. Der häufigste Einsatz ist die Thromboseprophylaxe beim bettlägerigen Patienten.

 

Vorteile gegenüber dem früher immer verwendeten Heparin sind:

  • einmalige Dosierung am Tag (statt 3 mal / Tag)
  • geringere Blutungsgefahr
  • weniger Laborkontrollen nötig
  • deutlich geringere HIT-Gefahr

Niedermolekulares Heparin wird unter die Haut gespritzt mit einer sehr dünnen Nadel, so dass keine Schmerzen bei der Injektion entstehen. Bei Niereninsuffizienz ist die Dosis zu reduzieren, oder die Applikation muss ganz eingestellt werden. Im Gegensatz zu Heparin gibt es kein direktes Antidot (Gegenmittel), daher ist es etwas weniger gut steuerbar.

 

Mittlerweile haben die allermeisten NMH auch die Zulassung zur Thrombosebehandlung.

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